Editorial

Wir befinden uns im malerischen Schwarzenburgerland. Ortsname Mittelhäusern, mittlerweile eingemeindet, die netten Postleute sind nur noch mobil, das Restaurant und der Laden haben auch zugemacht. Dort in einem schönen U-förmigen Gebäude fingen eines Tages Leute an, was zu machen, ein Essen mit musikalischer Unterhaltung, Das U-HOF-FEST. Wir stellen eine Bühne in diesen U-HOF, werfen uns ins Zeug und veranstalten wieder munter drauflos, was kommt und geht!

Wahrlich geht viel an der diesjährigen Edition Nr. 7 unseres schmucken Festivals. Das ganze Treiben geht mit dem U-ART-FESTIVAL um 10 Uhr los. Dort können Kinder und Erwachsene kreativ tätig sein.

Musikalisch zeichnet sich die diesjährige Ausgabe durch eine bunte Stilmischung aus. Eröffnet wird der Reigen mit dem avantgardistischen Stimmkünstler Bruno Amstad.
Anschliessend wird der aus der Region stammende Oli Kehrli berndeutsche Chansons zum Besten geben. Zur Hauptsendezeit reimt Tommy Vercetti seine Gesellschaftskritik unter die Beats. Für den psychodelisch-rockigen Abschluss sorgen The E’s aus Bern.

Programm

17h Bruno Amstad
Seit Bruno Amstad das erste mal auf hiesigen Bühnen auftauchte, hat das Staunen über seine Fähigkeiten nicht aufgehört. Bruno Amstad scheint mit seiner Stimme beinahe alles anstellen zu können. Ob das nun abgrundtiefe Töne oder Falsett sei, Obertongesang oder Sprechimprovisationen, Jazz, Rock, Folkloristisches oder irgendetwas im weiten Feld dazwischen, Amstad macht es. Und als Loop-Künstler, der mit seinen Geräten Klänge und Grooves aufschichtet, ist er international unerreicht.

19h Oli Kerli
Vigilant, in seinen Beobachtungen äusserst scharf, mutig und selbstbewusst treibt Oli Kehrli seine Chansons voran. Dehnt und reizt ihre musikalischen Umrandungen weiter aus, ohne jedoch die Quelle seines geliebten Genres zu vergessen. Reduktion auf ein Minimum steht hier im Mittelpunkt.

21h Tommy Vercetti & Dezmond Dez
Als erster Rapper hat Simon Küffer alias Tommy Vercetti den Anerkennungspreis der Berner Literaturkommission gewonnen. Obwohl er sich der Verstrickung von Sprache und Herrschaft bewusst ist, findet er, dass kein Wort so schön knallt wie «Bitch».

22.45h The E’s
«Wofür das E im Bandnamen von The E’s steht, darüber kann hier nur spekuliert werden. Ausschliessen kann man wohl die Partydroge Ecstasy als Namensgeberin, denn wenn sich die beiden Herren von The E’s nach einer Droge benannt hätten, würden sie wohl eher The LSDs heissen. Oder The Peyotes. Tatsächlich wurden da beim gestrigen Konzert von The E’s im Rössli Assoziationen mit Hunter S. Thompsons «Fear and Loathing in Las Vegas» heraufbeschworen. Wie wenn man auf irgendwelchen psychedelischen Drogen stundenlang staunend und seligst die Struktur einer Tapete studieren würde, etwas so klingen the E’s. Die beiden Herren nahmen sich gestern Zeit, ihren (ja, Einzahl) Song aufzubauen, begannen mit fragilem Gitarrengefrickel, bauten dann mit Loop-Gerät, Drum, Keyboard und Gesang repetitiv Schicht um Schicht dazu, wobei den einzelnen Elementen ausreichend Zeit gelassen wurde, sich zu entfalten. Sehr schön war das. Man hätte sich durchaus gerne noch ein bisschen länger in diese Klangtapete versenkt. […] »

U-Art Festival

10-17 Uhr U-ART-FESTIVAL

Ateliers und Workshops 10-15 Uhr

Theater (Sport) Spiele
tanzbar
Wunder der Natur
Strickkunst am Baum
Foto-Atelier «Change your style»
Dragoflaco liest den „Dracheforscher“
Paletten-Möbel und Trash-Art-Skulptur bauen mit Amadeus und Les Bricoleurs

Stände 10 – 14 Uhr:

Flohmarkt
Miethigs Zauberstäbe & Co.
Afrikanische Haarkunst

Mittagessen: Syrische Leckereien von Nesrin und Hozan
Barbetrieb
Smoothie-Bar

15-17 Uhr offene Bühne

Infos

Für die Finanzierung unseres schmucken kleinen Fests sind wir auf Eure Unterstützung angewiesen. Die Festivalbändel für Fr. 30.-, Fr. 50.- und Fr. 100.- sind an der Bar erhältlich.

Anfahrt